
Dachshund (Teckel)
„Dackel". Langgestreckter Körper, kurze Beine. Mutiger Jäger im niedlichen Gewand. Unabhängiger, sturer Charakter. Drei Haararten (kurz/rau/lang) und zwei Größen.
Foto: Wikipedia Commons · CC BY-SA
Mizuu-Redaktionaktualisiert am 14. Oktober 2026Noch nicht tierärztlich geprüft. Bist du Tierärztin oder Tierarzt? Prüf sieFehler melden
Ideal für
- Familien mit Geduld für die Erziehung
- Wohnungen
- Aktive Senioren
Überdenken, wenn
- ×Haushalte mit Treppen (Rückenrisiko)
- ×Sehr kleine Kinder
- ×Wer häufiges Bellen nicht toleriert
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Geschätzte Haltungskosten
45-80 €/Monat
Ernährung 18-30 €, tierärztliche Rücklage 15-30 € (Risiko einer Rücken-OP), Rampe/Geschirr und Zubehör 5-10 €, Entwurmung 8-12 €.
Geschichte und Herkunft
In Deutschland im 15.-16. Jahrhundert zur Dachsjagd unter der Erde gezüchtet: „Dachs" + „Hund". Langgestreckter Körper, um in Baue einzudringen. Unverhältnismäßiger Mut.
Von der FCI in der Gruppe 9 (Gesellschafts- und Begleithunde) anerkannt. Die geringe Größe erleichtert das Leben in der Wohnung, aber „klein" ist nicht gleichbedeutend mit „braucht keine Erziehung": Das Kleinhundesyndrom (übermäßiges Bellen, Angst, Reaktivität) tritt häufig auf, wenn man ihm nicht dieselbe Routine wie einem großen Hund angedeihen lässt.
Wesen und Charakter
Mutig, aufmerksam, unabhängig. An eine Hauptbezugsperson gebunden. Kläffer. Schwer stubenrein zu bekommen (stur). Braucht tägliche geistige Auslastung – Nasenspiele, Futter-Kongs und kurze Tricks kanalisieren die Energie besser als körperliche Bewegung allein. Reagiert am besten auf positive Verstärkung: körperliche Bestrafung erzeugt Angst, Stress und Reaktivität – Zwangsmethoden werden von tierärztlichen Verhaltensmedizinern NICHT empfohlen. Empfindsam gegenüber der Stimmung seiner Familie: er nimmt Anspannung wahr und lässt sich anstecken.
Zusammenleben
Kinder: mit älteren, achtsamen. Andere Hunde: unterschiedlich. Katzen: kommt darauf an.
Lebensphasen des Dachshund (Teckel)
Jede Phase hat ihre eigenen Pflegeschwerpunkte. Lebenserwartung: 12-16 años.
Welpe
0-9 Monate
Die Wirbelsäule von Anfang an schützen: Sprünge und Treppen vermeiden, Rampen verwenden; Gewichtskontrolle und Sozialisierung.
Junghund
9 Monate-1,5 Jahre
Die Rückenmuskulatur mit angemessener Bewegung stärken; niedriges Gewicht halten, um den Rücken nicht zu überlasten.
Adult
1,5-9 Jahre
Vorbeugung des Bandscheibenvorfalls (sein größtes Risiko wegen des langen Rückens), strikte Kontrolle von Übergewicht und Augenuntersuchung.
Senior
9+ Jahre
Neurologische Überwachung der Wirbelsäule, Gewichtserhaltung sowie Management von Arthrose und Sehkraft.
Pflege
Bewegung 30-60 Min./Tag. GEWICHTSKONTROLLE entscheidend (Übergewicht → Bandscheibenvorfall). Treppen und Sprünge vermeiden. Bürsten je nach Haarart. Erziehung mit Geduld.
Ernährung: hochwertiges Futter passend zur Lebensphase (Welpe/adult/senior) und Größe. Gewichtskontrolle: Übergewicht ist die wichtigste vermeidbare Ursache für Gelenkprobleme.
Tierarzt: jährliche Untersuchung mit präventiver Blutuntersuchung ab 5 Jahren; 2 Mal/Jahr ab 8 Jahren.
Pflege im Detail
Ernährung
Hochwertiges Futter mit Kalorienkontrolle. Das Gewicht ist der wichtigste Faktor zum Schutz der Wirbelsäule: halte ihn lebenslang schlank.
Fellpflege
Je nach Haarart: Kurzhaar wöchentlich bürsten; Rauhaar benötigt Trimmen (Stripping); Langhaar 2-3-mal pro Woche bürsten.
Erziehung
Unabhängig und dickköpfig; die Stubenreinheit kann Mühe kosten. Geduld, Konsequenz und positive Verstärkung. Neigt zum Bellen.
Bewegung
30-60 Min./Tag Spaziergänge im flachen Gelände. Vermeide Treppen, Sprünge und Untergründe, die den Rücken belasten.
Rassespezifische Gesundheit
Bandscheibenerkrankung (25 % sind betroffen). Übergewicht. Epilepsie. Diabetes. Netzhautatrophie. Lebenserwartung 12-16 Jahre. Wenn du zu einem Züchter gehst, frag nach den rassetypischen Gesundheitstests der Elterntiere. Bei einer Adoption sollte beim Tierschutzverein ein tierärztlicher Bericht über den aktuellen Zustand angefordert werden.
Gesundheitsrisiken dieser Rasse
Erkrankungen, für die diese Rasse eine erhöhte Veranlagung aufweist. Sie zu kennen hilft bei der Vorbeugung und einer frühzeitigen Erkennung. Eine Veranlagung bedeutet nicht, dass das Tier sie tatsächlich entwickeln wird.
Häufige Krankheiten bei hunde
Erfahre mehr über Symptome, Vorbeugung und wann du zum Tierarzt gehen solltest. Geprüfte, orientierende Informationen, die den Tierarztbesuch nicht ersetzen.
Vorsorge und Prävention beim Dachshund (Teckel)
Empfohlene Tests und Screenings
- Neurologische Beurteilung/Wirbelsäule (Bandscheibenerkrankung)
- Augenuntersuchung (Netzhautatrophie)
- Blutuntersuchung mit Blutzucker (Diabetes)
- Kontrolle des Körpergewichts
- Zahnkontrolle
Prävention
Strikte Gewichtskontrolle (Übergewicht begünstigt den Bandscheibenvorfall), Treppen und Sprünge von Sofa/Bett vermeiden (Rampen verwenden) und Geschirr statt Halsband benutzen. Der Bandscheibenvorfall betrifft bis zu 1 von 4 Tieren.
Vorsorgekalender
Jährliche Untersuchung; halbjährlich ab 8 Jahren oder bei jeglicher Vorgeschichte am Rücken.
Warnsignale
- !Bewegungsverweigerung, aufgekrümmter Rücken oder Jaulen beim Hochheben (Bandscheiben-Notfall)
- !Schwäche oder Nachschleifen der Hinterbeine
- !Vermehrtes Trinken/Urinieren und Gewichtsverlust (Diabetes)
- !Stolpern oder Anstoßen (Netzhautprobleme)
Galerie des Dachshund (Teckel)

Häufige Fragen zum Dachshund (Teckel)
Wie alt wird ein Dachshund (Teckel)?
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Wie viel wiegt ein Dachshund (Teckel)?
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Woher stammt die Rasse Dachshund (Teckel)?
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Wie viel Bewegung braucht ein Dachshund (Teckel)?
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Ist der Dachshund (Teckel) gut mit Kindern?
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Für wen ist der Dachshund (Teckel) NICHT zu empfehlen?
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Welche Gesundheitsprobleme hat der Dachshund (Teckel)?
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Warum müssen Treppen und Sprünge vermieden werden?
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Ist er schwer zu erziehen?
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Ist er gut mit Kindern?
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Bellt er viel?
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Verwandte und ähnliche Rassen
Erfahre mehr über hunde
Praktische tierärztliche Ratgeber, um Dachshund (Teckel) zu begleiten.
Quellen und Referenzen
Inhalt erstellt auf Grundlage offizieller Rassestandards und tierärztlicher Referenzquellen.
- WikipediaDackel ↗
- AKCRasse Dachshund ↗
- FCIFCI-Standard Nr. 148 (Dachshund) ↗
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